Spielplatz auf 8.000 qm
body LIFE Club des Monats: Van der Merwe, Allschwil
Ursprünglich als Squash- und Tenniscenter konzipiert, hat sich das Zentrum Van der Merwe in 27 Jahren zu einem riesigen Indoor-Spielplatz mit einem Angebot an Rehabilitation, Physiotherapie, Kosmetik, Naturheilkunde, Fitness, Squash, Badminton und Bowling gemacht.
Auf 8.000 qm und mehreren (Zwischen-)Stockwerken erstreckt sich das Gesundheitsparadies Van der Merwe. Ich sitze mit Inhaber und Ex-Tennisprofi Leon van der Merwe im hauseigenen Restaurant im American Diner-Stil mit Film-Plakaten und Aufstellern von vergangenen und heutigen Hollywood-Grössen. Hinter mir blitzen Bowling-Kugeln auf und im schummrigen Licht sind Billard-Tische und Dartspiele sichtbar. Direkt vor unserem Tisch hämmern in einer Squash-Kabine zwei Männer mit ihren Schlägern den Ball an die Wand, ausserdem habe ich zur anderen Seite einen Blick auf die Badminton-Halle. „Am Sonntag ist es hier richtig voll mit Eltern und ihren Kindern, Jugendlichen und ihren Freunden. Die Bowlingbahnen sind dann ausgebucht,“ erzählt der gebürtige Südafrikaner Leon van der Merwe.
Vom Spitzensport zu Prävention
Beim Rundgang gehen wir an Friseur, Kosmetikstudio, Physiotherapiepraxis, Naturheilkundepraxis, Pilatescenter, Osteopathiepraxis und mehreren Squash-Kabinen im Untergeschoss vorbei. „Angefangen habe ich als Tennisprofi und Tennislehrer. Irgendwann kam der Wunsch auf, ein eigenes Tenniscenter aufzubauen,“ sagt Leon van der Merwe, der ursprünglich Gymnasiallehrer ist, sich allerdings selbst als „Lehrer und Unternehmer“ bezeichnet. Denn neben seinem Gesundheitscenter besitzt er ein Immobilienunternehmen. Das ehemalige Tennis- und Squashcenter hat Leon van der Merwe seit seiner Eröffnung im Jahr 1983 mehrmals umgebaut und immer weiter aufgestockt, sodass er heute sein Center als „präventives Center für Gesundheit“ nennen kann. „Es ist mir sehr wichtig, dass unser Center kein klischeehaftes Fitness-Image hat. Deshalb konzentrieren wir uns mehr auf Prävention und Rehabilitation, neben all den anderen Angeboten wie Badminton und Squash“, betont er, „ich möchte auch ältere Menschen erreichen, weil ich selbst mit meinen 60 Jahren weiss, wie wichtig Training im Alter ist. Wenn ich hier aber zum Beispiel Fitnesskleidung verkaufe und Bodybuilding im Vordergrund steht, ist die Hemmschwelle für Senioren zu gross und sie kommen nicht.“
Hemmungen nehmen, Interesse wecken
Neben Senioren und gesundheitsbewusstem, rehabilitativem Training steht auch Spiel und Spass auf dem Programm. Auf den Badmintonplätzen toben sich Teenager aus, im Untergeschoss bei den Squash-Kabinen spielen Schüler einer Klasse und im Kinderparadies wird auf die Kleinsten aufgepasst.
Leon van der Merwe möchte nicht nur älteren Menschen die Möglichkeit geben, sich zu bewegen, sondern auch Kinder und Jugendliche in ihrer sportlichen Entwicklung prägen. Der ehemalige Tennisprofi und begeisterter Sportler, der fünfmal in der Woche trainiert, sagt dazu: „In der Kindheit entscheidet sich, ob Sport und Bewegung einen Platz im Alltag findet oder nicht. Ich hoffe, dass ich die jungen Leute beeinflussen kann, um sozusagen am Ball zu bleiben.“


