Global denken, lokal handeln - neue Chancen für Center

Praktische Ökotipps zum Umsetzen
Allerorten steigen die Energiepreise und somit auch die Kosten im Fitnesscenter. Gleichzeitig unterliegt unser Klima einem Wandel, der für uns Menschen nicht positiv ist (mehr Unwetter, höhere Schäden etc.). Dies ist inzwischen Fakt und in zahlreichen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. Selbst die Politik hat dies auch auf internationaler Ebene mittlerweile erkannt. In einer neuen Serie will body LIFE Swiss mit wertvollen Ökotipps ihren Beitrag zu einer ökonomisch und ökologisch sinnvollen Veränderung leisten.
Zusammen mit dem Amt für Umweltschutz und Energie (AUE) des Kantons Basellandschaft möchte body LIFE Swiss verschiedene Tipps und Denkanstösse geben, wie auch im Fitnessstudio etwas für den Klima- und damit Umweltschutz getan werden kann. „Im Projekt ‚Die fittesten Fitnesscenter schonen Ressourcen’ erkannten wir schnell den Bedarf an Tipps für die beteiligten Studiobetreiber“, so Daniel Egli vom AUE.
Wichtigster Tipp: Eine ökologische Verhaltensweise bedeutet auch Kosteneinsparungen. Mit den Ökotipps sollen konkrete Hinweise gegeben werden – zu Einsparungen von Energie (Strom, Wärme), Wasser, aber auch Material und Gütern. Sie als Betreiber sollen angeregt werden, Ihren Verbrauch aus verschiedenen Blickwinkeln zu hinterfragen und die Kostenvorteile aus ökologisch motivierten Optimierungen zu erkennen und umzusetzen. So kommen die umgesetzten Massnahmen der Umwelt und Ihrem Geldbeutel zu Gute.
Auch der Schweizerische Fitness- und Gesundheitscenter Verband (SFCV) macht sich für den Klimaschutz und die Ressourcenschonung stark. Er war denn auch schon Partner im Projekt „Die fittesten Fitnesscenter schonen Ressourcen“. In diesem Projekt hat man gesehen, dass einige Studiobetreiber mit wenigen gezielten Hinweisen rasch ihre Sparpotenziale er- kannten und auszuschöpfen begannen. Fachlich begleitet Daniel Egli, Umweltschutz- und Energieexperte vom AUE, seinerzeit Leiter des Ressourcenprojektes, die Ökotipps und steht mit kompetentem Rat zur Seite.
Mit Händetrocknern Müllberge und Energiekosten reduzieren
Jeder, der Papier-Handtrockner in seinem Center benutzt, wird sie kennen: die Berge von verbrauchtem Handtrocken-Papier, das dann auch noch zeitaufwendig in Kehrichtsäcken verpackt und zum Container gebracht werden muss. Dabei geht zusätzlich viel Zeit verloren, die für das Wichtigste im Center verwendet werden sollte: die Kunden.
Dies kann man zum Vorteil für die Umwelt, die Kosten und das Image ändern. Tipp: Vergleichen Sie verschiedene Handtrockensysteme und listen Sie die Vor- und Nachteile auf.
Aufgrund der Erfahrungen im Pilotprojekt stiess man beim AUE auf erstaunliche Zusammenhänge und Einsparpotenziale. Beispielsweise amortisiert sich die Investition in Händetrockner mit Luft innerhalb eines Jahres. Selbst für kleinere, erst recht für grosse Studios rechnet sich dies wirtschaftlich – und ökologisch lohnt es sich obendrein.
Man halte sich nur vor Augen, dass pro Jahr in etwa mindestens 1.270.– CHF für Papiereinkauf und Entsorgung anfallen und ungefähr 150 Stunden an Kundenkontakt verloren gehen, die für Einkauf, Verund Entsorgung aufgebracht werden müssen.
Effizienz steigern und Möglichkeiten ausschöpfen
Für einen energieeffizienten Händetrockner, der mit Ökostrom betrieben wird, muss der Betrieb heutzutage weniger als 100.– CHF pro Jahr an Betriebskosten veranschlagen. Damit sparen Sie gegenüber Papiertüchern über 1.000.– CHF. Daraus ergibt sich, dass sich die Anschaffung eines Handtrockengerätes mit Gebläse je nach Preis schon innerhalb des ersten Jahres amortisiert. Weiterhin ergeben sich bei pielsweise auch innerhalb des Marketing bzw. der PR neue strategische Möglichkeiten. Schliesslich kann das Center durch entsprechende Kommunikation das Umweltengagement als Unterscheidungsmerkmal bzw. USP (Alleinstellungsmerkmal) bei den Kunden, aber auch bei potenziellen Neukunden vermarkten – denn Öko ist in.
Auswahlkriterien
Wenn nun die Entscheidung für die Umwelt und für Einsparungen gefallen ist, muss der optimale Typ eines Handtrockengerätes gefunden werden. Daniel Egli weist aus Expertensicht bei den Selektionskriterien neben dem Gerätedesign vor allem auf den Wirkungsgrad des Motors und die Garantiedauer auch für Ersatzteile hin. Wichtig ist auch, ob das Gerät mit oder ohne Lufterwärmung arbeitet. Neueste elektrische Händetrockner arbeiten nicht über Verdunstung, was reichlich Zeit benötigt, sondern über Luftgeschwindigkeit. Gefilterte Luft wird dabei zu einem Luftstrom von bis zu 650 km/h beschleunigt. Dadurch werden die Hände innerhalb von zehn Sekunden trocken – dies spart Zeit und Energie. Machen Sie mit und nutzen Sie die wirtschaftlichen Chancen – denn auch deshalb ist Öko in. Bei Fragen steht Ihnen Daniel Egli unter daniel.egli(at)bl(dot)ch zur Verfügung.
Haben Sie selbst schon ökologische Massnahmen in Ihrem Center getroffen? Berichten Sie uns davon und diskutieren Sie mit anderen Betreibern in unserem Forum unter www.bodylifeforum.com
Surf-Tipps:
www.starmix.de/files/deu/Starke_Argumente_WHT.pdf
