Logik trifft Kreativität

Beim Mind Mapping wird die logisch denkende linke und die bildhaft denkende rechte Gehirnhälfte verbunden. Die Ergebnisse dieser kreativitätsfördernden Arbeitsmethode sind verblüffend: Einerseits kann ein strukturierter Überblick über komplexe Sachverhalte erzielt werden, andererseits werden Spontaneinfälle gefördert.

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit! Das trifft sowohl für Unternehmen als auch für Mitarbeiter zu. Die Veränderungen vollziehen sich in immer schnelleren Schüben. Was heute noch aktuell ist, kann bereits in zwei Jahren ein alter Hut sein. Die Innovationsfähigkeit hängt von der Ideenfindung und der Ideenrealisierung ab. Ideen, neue Impulse werden häufig nur extern eingekauft. Die Potenziale der Mitarbeiter im Unternehmen werden nicht oder nicht ausreichend genutzt. „Wenn ich deine Meinung hören will, lieber Mitarbeiter, dann sage ich es dir!“

Kreativitätsfördernde Werkzeuge
Chefs und Führungskräfte sollten sich stärker darauf konzentrieren, den Menschen im Unternehmen zu unterstützen, sein Potenzial zu entdecken und freizusetzen. Dann wären viele Unternehmen nicht voller angestellter „Unselbstständiger“, sondern voller Könner. Krea- tivität ist eine mögliche Strategie zur erfolgreichen Umweltbewältigung durch Finden von Problemlösungen. Um hochgesteckte Ziele schneller erreichen zu können, müssen oft die damit entstehenden Probleme optimal definiert und gelöst werden.

Die Methode des Mind Mappings
Sie haben zum Beispiel Auslastungsprobleme. Mit der Methode des Mind Mappings können Sie sehr effektiv Probleme strukturieren und visualisieren. Das Mind Mapping verbindet die logisch denkende linke und die bildhaft denkende rechte Gehirnhälfte. Einerseits bieten Mind Maps einen strukturierten Überblick über komplexe Sachverhalte, andererseits unterstützen Mind Maps sprunghaftes Denken und Spontaneinfälle. Dieses Werkzeug lässt sich im Arbeitsalltag sehr vielfältig einsetzen:

  • Vorbereitung und Zusammenfassung von Gesprächen, Telefonaten, Meetings etc.
  • Planungsaktivitäten
  • Ideenfindung
  • Prioritätensetzung
  • Gliederung
  • Problemdarstellung
  • Problemlösung
  • etc.

Ausserdem fördert Mind Mapping das Konzentrationsvermögen und die Gedächtnisleistungen. Das Zusammenspiel von linker und rechter Gehirnhälfte (siehe Kasten) wird optimiert. Somit gelingen besser geistige und unternehmerische Höchstleistungen.
In unserer westlichen Kultur wird in der Regel die linke Gehirnhälfte stärker „gelebt“ und somit die rechte Gehirnhälfte vernachlässigt. Doch Kreativität und Phantasie – in der rechten Gehirnhälfte „repräsentiert“ – werden für den Erfolg immer wichtiger.

Wie erarbeite ich ein Mind Map?
Schritt 1: In die Mitte eines Papierbogens – idealerweise quer gelegt – wird in möglichst knappen Worten die Problemstellung bzw. das Thema schriftlich fixiert. In unserem Beispiel: „Auslastungsproblem“.
Schritt 2: Vom Zentrum gehen Hauptäste aus, die das Thema in einzelne Bereiche aufgliedern bzw. auffächern. Das könnte in unserem Fall „Auslastungsprobleme“ sein:

  • Wann?
  •  In welchen Bereichen?
  • Warum?
  • Welche Auswirkungen?
  • Mögliche Gegenmassnahmen?

Schritt 3: Den Hauptästen werden beliebig viele Zweige und Nebenzweige angefügt, welche mit entsprechenden Stichbzw. Schlüsselworten versehen werden. Die Beschriftung sollte niemals in ganzen Sätzen erfolgen. Mind-Mapping- Computerprogramme können darüber hinaus jeden Stammast, jeden Ast und Zweig beliebig mit anderen Dateien wie Word, Excel und auch anderen Mind Maps optimal verbinden.
Schritt 4: Mit Symbolen, Farben, Bildern oder Piktogrammen können die Mind Maps noch wirkungsvoller, übersichtlicher und prägnanter gestaltet werden. Schritt 5: Mind Map auswerten. Durch den Gesamtüberblick bzw. das Gesamtbild können Sie jetzt einzelne Punkte durch Nummerierungen in die richtige Reihenfolge bringen oder auch Prioritäten zur weiteren Bearbeitung setzen. Vielleicht bemerken Sie aber auch einzelne Lücken und bilden weitere „Äste“, um das Mind Map zu vervollständigen. Visualisieren Sie hierzu Ihr Mind Map permanent.
Verbinden Sie das Mind Mapping mit anderen hilfreichen Arbeitstechniken die zur Verfügung stehen. Beispielsweise Brainstorming, Ziele setzen, Kosten-Nutzen- Analyse etc.

Prominentes Vorbild
Interessant zur Vertiefung ist die Walt- Disney-Strategie. Mit dieser Strategie hat Walt Disney seine Projekte durch die strikte Einhaltung von drei Rollen (Träumer, Realist und Kritiker) realisiert. Ablauf:
1) Festlegung der Ziele
2) Erstellung eines Mind Maps
3) Zuerst ist der „Träumer“ am Zug: „Was ist möglich?“ „Welche verrückten Ideen gäbe es?“ Sie wissen ja: Verrückt heisst nicht wahnsinnig, sondern nur „weggerückt“ von der Norm, der Masse!
4) Darauf folgt der „Realist“: „Wie lässt sich das umsetzen?“ Alle Möglichkeiten der Umsetzung sind mit einer anderen Farbe im Mind Map zu visualisieren.
5) Die – vorerst – letzte Position des „konstruktiven Kritikers“ vervollständigt das Mind Map-Bild durch Anmerkungen im Hinblick auf folgende Fragestellung: „Woran könnte es scheitern?“ und „Wie lässt sich das Risiko ausschalten bzw. minimieren?“ Auch hier kommt wiederum eine andere Farbe zur Visualisierung ins Spiel.
6) Bewertung der einzelnen Ideen und Festlegung der Aspekte, die man sofort umsetzt.
In unserem Download-Bereich stellen wir exklusiv für Abonnenten eine Blankovorlage für Ihr individuelles Mind Map zur Verfügung

FAZIT
Mind Mapping ist eine tolle Arbeitsmethode, die mehr Kreativität mit einer höheren Effektivität verbindet, da die linke und die rechte Gehirnhälfte zum Einsatz kommen. Dadurch werden das sprachliche und das bildhafte Denken „koordiniert“. Ich arbeite mit dieser Methode seit 20 Jahren – anfangs war es etwas „gewöhnungsbedürftig“, heute macht es mir grossen Spass und verhilft mir permanent zu Optimierungen im beruflichen und privaten Bereich.
Speziell die „permanente“ Visualisierung aktueller Projekte fördert unheimlich gute Ideen für ständige Optimierungen. Das Mind Map ist ein „lebendiges Bild“, das man jederzeit um weitere Aspekte ergänzen oder auch um weniger wichtige Dinge reduzieren kann, ohne jemals den Gesamtüberblick zu verlieren. Arbeiten Sie mit dieser Technik und Sie werden überrascht sein, welche tollen Ideen und Ergebnisse Sie „produzieren“.
Egal ob Mind Maps auf dem klassischen Papierblock oder am Flip-Chart oder per Computerprogramm im Computer – alleine oder im Team: Es fördert Ihren Erfolg. Wann erstellen Sie Ihr erstes Mind Map?

Karl Drack

Software – teilweise zum Testen:
1. Mindmanager:
www.mindmanager.com
2. Nova Mind:
www.nova-mind.com 
3. vom Erfinder der Mind Maps: Tony Buzans Software mit wirklichem Buzan-Mind-Map-Feeling:
www.imindmap.com

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