Verbessern Sie die Medienpräsenz Ihres Clubs

Public Relations

Das Image und die Bekanntheit sind wichtige Faktoren, die über den Erfolg eines Fitnessstudios entscheiden. Deshalb ist es für Sie als Clubbesitzer von immenser Bedeutung, Ihr Studio in der Öffentlichkeit möglichst positiv darzustellen, um auch potenzielle Mitglieder von Ihrem Angebot überzeugen zu können.

Unternehmen brauchen Öffentlichkeit. Nur mit klassischer Werbung einen grossen Bekanntheitsgrad im Einzugsgebiet zu erlangen oder Interessenten regelmässig schriftlich über Angebote und Leistungen zu informieren, ist teuer und aufwendig. Der einfachere Weg, das eigene Image positiv zu prägen, führt über die redaktionelle Berichterstattung in den Medien.
Grundsätzlich stehen einem Fitnessclub zwei Wege offen, um mehr Kunden zu gewinnen:
1. Es besteht die Möglichkeit, die Kaufschwelle zu senken, indem der Club über verschiedene Aktionen das Produkt verbilligt. Diese Methode ist häufig zu beobach- ten: „33 Tage für 33,– Euro“ oder „14 Tage kostenlos testen“.
2. Das Studio wird dem Wunsch der potenziellen Kunden nach Fitness so verstärken, dass der monatliche Beitrag kein Hindernis mehr darstellt. Im optimalen Fall nutzen Clubs beide Möglichkeiten zusammen, so dass ein erhöhter „Bedarf“ auf ein zeitlich und preislich limitiertes Angebot trifft.
Doch wie funktioniert das mit der „Bedarfserhöhung“? Grundsätzlich sollte doch jeder Mensch den Wunsch haben, fit und gesund zu sein, eine gute Figur und einen gesunden Rücken zu haben – und bei einigen Kilos Übergewicht abzunehmen. Warum kommen die Neukunden also nicht von alleine?

Das Problem des Standings

Das Problem ist: Auch wenn der grundsätzliche Wunsch, gesund, fit und schlank zu sein/werden, besteht, hat der Kunde verschiedene Möglichkeiten, dies zu erreichen. Wer fit bleiben möchte, kann joggen oder Mitglied im Sportverein werden. Wer gesundheitliche Probleme hat, geht zu seinem Arzt oder Apotheker, die auch ggf. beim Abnehmen helfen können. Auch gibt es diverse „Selbsthilfegruppen“, die mit bestimmten Abnehmkonzepten Erfolge in Aussicht stellen. Und für den gesunden Rücken ist der Physiotherapeut zuständig. Warum brauchen die Menschen also einen Fitnessclub? Wenn Sie die oben aufgezählten Dienstleister einmal betrachten, dann wird deutlich, dass diese oft von einem deutlichen Vertrauensvorsprung gegenüber dem Fitnessclub profitieren – selbst wenn deren Leistungen oftmals sehr viel teurer sind.
Der Grund: Sie alle haben ein besseres Image und verfügen über einen höheren Bekanntheitsgrad. Vergleichen Sie Ihren Club mit der Physiotherapiepraxis vor Ort: Sind Sie nicht ein ebenso kompetenter Ansprechpartner in Gesundheitsfragen? Nach Meinung der Leute „auf der Strasse“ wird dem wahrscheinlich nicht so sein. Vielmehr werden Sie vielleicht gar nicht als Gesundheitsanbieter wahrgenommen; im Fitnessstudio geht es doch nur um „Muckis“ und Spass, so das häufig anzutreffende Vorurteil. Ihr Club ist überhaupt nicht im Kreis der potenziellen Anbieter für Lösungen rund um Gesundheitsprobleme aufgenommen – es sei denn, Sie haben schon in Bekanntheit und Image investiert.

Notwendigkeit von PR

Die beiden Marketingexperten Meffert und Bruhn definieren PR folgendermassen: Public Relations sind sämtliche Massnahmen, mit denen ein Unternehmen um Vertrauen und Verständnis in der Öffentlichkeit wirbt. Anders ausgedrückt: PR und hier vor allem die redaktionelle Berichterstattung über Ihren Club z.B. in einer Tageszeitung sind die optimalen Werkzeuge, um Bekanntheit und Image aufzubauen. Mit ihrer Hilfe können Clubs die Vorstellungen von ihrem Angebot und vom Club selbst in die gewünschte Richtung lenken und festigen. Die Medien verfügen nicht nur über eine grosse Verbreitung, sondern „neutrale“ Berichterstattungen geniessen im Vergleich zur klassischen Anzeige eine deutlich höhere Glaubwürdigkeit. Bedenken Sie auch den grossen Unterschied in der Wahrnehmung. Eine Anzeige wird, selbst wenn sie für viel Geld im Textteil einer Zeitung platziert wurde, selten eine so hohe Aufmerksamkeit erreichen wie ein redaktioneller Beitrag mit einer interessanten Überschrift und einem aussagekräftigen Bild. Sehr viele Menschen informieren sich täglich über Tageszeitungen oder lokale Rundfunksender und lassen sich damit auch in ihrer Meinung von den Medien beeinflussen. Unbewusst treffen sie hier täglich bereits eine Vorauswahl, welche Anbieter im Falle eines Kaufes überhaupt in die engere Auswahl kommen. Bei der heutigen Vielzahl von Anbietern werden nur die Unternehmen bei Kaufentscheidungen berücksichtigt, die sich einen Platz im Kopf des potenziellen Kunden gesichert haben.

Der Weg in die Medien

Der Weg zu einer redaktionellen Berichterstattung in den Medien führt immer über Redakteure, egal ob Sie eine Pressemitteilung schreiben oder einen Pressetermin vereinbaren. Wenn Sie „Medienarbeit“ machen wollen, sollten Sie sich immer darüber im Klaren sein, dass Sie zuerst den Redakteur überzeugen müssen. Diese Überlegung spielt insbesondere bei der Suche nach geeigneten Inhalten für den redaktionellen Bericht eine grosse Rolle. Denn das, was der Club gerne über sich erzählen möchte, ist nicht immer das, was der Redakteur auch interessant findet; er ist vor allem an dem Nutzen für seine Leser interessiert.
Bei der Auswahl der Themen spielen neben der Aktualität der Nachrichten insbesondere der Wahrheitsgehalt und die Neutralität eine Rolle.
Sehen wir uns die weiteren Faktoren etwas genauer an, nach denen ein Redakteur die Inhalte für seine Artikel auswählt.
Frequenz – Haben Sie sich auch schon gewundert, warum es ein Spielbericht der C-Kreisklassen-Fussballmannschaft sogar mit Bild in jede Montagszeitung schafft? Die Antwort ist einfach: Der Redakteur kann sich an 30 Wochen im Jahr darauf verlassen, dass immer sonntags eine entsprechende Nachricht bei ihm eintrifft; dies erleichtert ihm die Planung seiner Arbeit enorm.
Überraschung – Neues, Aussergewöhnliches, Einzigartiges wird immer zur Nachricht. Hierbei bietet es sich an, das Clubgeschehen mit Neuigkeiten aus der Fitnessbranche zu verknüpfen. Es gibt ständig neue Trainingsmethoden, Erkenntnisse der Sportwissenschaft oder der Ernährungslehre. Nutzen Sie diese Themen für Ihren Club und berichten z.B. über den Start eines neuen Kurses oder eines Seminars. Auch aussergewöhnliche Angebote, der Arbeitsbeginn neuer Mitarbeiter, Kooperationen mit Krankenkassen oder der Umbau anlässlich des 10-jährigen Jubiläums sind beliebte Themen für eine redaktionelle Berichterstattung. Bedeutsamkeit – Wenn möglichst viele Leser oder Hörer des Mediums selbst von der Nachricht betroffen sind, erhöht das die Wahrscheinlichkeit einer Veröffentlichung. Dies gilt sowohl für inhaltliche als auch für lokale Bezüge. Beim Thema Gesundheit und Fitness ist dies der Fall. Die Medien greifen die Themen immer wieder von selbst auf. Wichtig ist, dass Sie ihnen Stoff dafür liefern (siehe Kasten). Achten Sie darauf, dass die Themen (Probleme) so ausgewählt werden, dass Ihr Club die passende Lösung anbietet. VIPs – Über bekannte Persönlichkeiten wird gerne gesprochen. Solche Personen müssen jedoch nicht gleich bekannte Schauspieler oder Profisportler sein. Auch der Bürgermeister oder der Vorsitzende des Kirchenchors kann eine solche Funktion einnehmen. Indoor Cycling z.B. ist kein neuer Trend mehr. Aber wenn sich die lokale Fussballmannschaft mit Ihrem Indoor Cycling-Trainer vorbereitet, wird es spannend. Auch der Bürgermeister, der sich an einer Fitness-Initiative aktiv oder als Schirmherr beteiligt, ist immer eine Meldung wert. Schauen Sie als Erstes in Ihrem Kundenstamm, ob sich solche Personen darunter befinden. Wenn nicht, knüpfen Sie Kontakt zu Aussenstehenden.
Generell gilt, Meldungen über Einzelpersonen sind interessanter als allgemein gehaltene News. Dass Fitnesstraining bei Rückenschmerzen gut ist, weiss jeder. Kein Redakteur würde über dieses Thema berichten, es sei denn, Sie können eine Kundin gewinnen, die über ihre eigenen Erfahrungen berichtet. Oder berichten Sie über eine Erfolgsstory, wie z.B. eine Mutter es dauerhaft geschafft hat, in Ihrem Studio 15 Kilogramm abzunehmen.
Definierte Nachrichten – Inhalte, die einmal als veröffentlichungswürdige Nachrichten etabliert sind, bleiben dies meist für längere Zeit, wie z.B. die Gesundheitsreform. Wenn Sie also zu Themen, die bereits auf der Agenda des Medi- ums stehen, einen Beitrag leisten können, wird dieser gerne berücksichtigt und jeder Redakteur wird auf Sie als Experte zurückgreifen wollen.
Konsonanz – Jedes Medium hat trotz aller Neutralität immer eine eigene Meinung zu den Themen. Seien Sie sich darüber im Klaren, dass es schon eines wirklichen Expertenstatus bedarf, um diese Meinung zu ändern.
Professionalität – Nicht zuletzt erleichtern dem Redakteur natürlich professionell verfasste Pressemitteilungen die Arbeit. Legen Sie deshalb bei der Umsetzung Ihrer Inhalte Wert auf Rechtschreibung, Grammatik, Stil und inhaltlich sinnvolle Formulierungen.
Erstellen Sie einen individuellen „Kontaktplan“ mit Medium, Ansprechpartner und Datum. Diesen Kontaktplan erhalten Sie kostenlos bei meike.maurer@health-andbeauty. com. Pflegen Sie den regelmässigen Kontakt zur Redaktion und arbeiten Sie an Ihrem ganz persönlichen Image als Experte für Fitness und Gesundheit.

Professionelle Pressemitteilungen

Das gebräuchlichste Mittel, um regelmässig mit den Redakteuren in Kontakt zu treten, ist die Pressemitteilung. Diese schriftliche Form der Information sollte natürlich gewissen Standards entsprechen. Relativ einfach ist dies umzusetzen, wenn es um die äussere Form geht. Erkundigen Sie sich zunächst in der Redaktion, ob sie die Pressemitteilung per E-Mail, Fax oder Post erhalten möchten.
Zu einer Pressemitteilung gehört dann immer ein kurzes Anschreiben, in dem Sie um Veröffentlichung bitten sollten, wenn Sie dies wünschen, oder darauf verweisen, dass dies nur eine Information zur Kenntnisnahme ist. Nennen Sie auf jeden Fall einen Ansprechpartner mit Kontaktdaten in Ihrem Club, der auf Rückfragen zum Thema vorbereitet ist. Bei den ersten Kontakten kann es auch sinnvoll sein, darauf zu verweisen, dass der Abdruck des Pressetextes oder mitgelieferter Fotos selbstverständlich honorarfrei erfolgen kann. Damit ist der Redakteur auf der sicheren Seite.
Der zweite und vielleicht wichtigste Teil ist der sogenannte Waschzettel. Fassen Sie die wichtigsten Inhalte ihrer Pressemitteilung in vier oder fünf Stichworten zusammen. Diese Aufzählung ermöglicht es dem Redakteur, innerhalb kürzester Zeit zu erfassen, ob die Meldung aktuell wichtig für ihn ist oder nicht. Stellen Sie sich vor, der Redakteur müsste jeden Morgen erst einmal 20 oder mehr Pressetexte lesen, um auszusortieren, welche Meldung er bearbeiten möchte. Die Zeit ist dafür meist zu knapp. Diese Stichworte müssen Sie natürlich sorgfältig zusammenstellen. Wenn hier nicht der Funke überspringt, wird aus einer Veröffentlichung sicherlich nichts. Denken Sie daran, dass in einer Pressemitteilung das Wichtigste immer an den Anfang gehört. Insbesondere die Überschrift muss das Interesse wecken, sonst wird der Leser nicht zum Weiterlesen inspiriert.
Der dritte Teil der Pressemitteilung ist der eigentliche Pressetext. Dieser sollte wie ein Artikel geschrieben und aufgebaut sein. Bestenfalls kann der Redakteur ihn eins zu eins übernehmen. Hier wird es schwierig, da nicht jedem die Gabe einer journalistischen Schreibe in die Wiege gelegt wurde. Nehmen Sie hierfür professionelle Hilfe in Anspruch. Fragen Sie einen freien Journalisten, ob er für Sie schreiben möchte, oder nutzen Sie eine Agentur.
Letzter Bestandteil einer Pressemitteilung sollte immer ein passendes Foto sein. Die Wahrscheinlichkeit einer Veröffentlichung steigt nach Untersuchungen um über 70%, wenn ein geeignetes Fotomotiv vorliegt. Legen Sie sich also ein Fotoarchiv an, auf das Sie je nach Thema zurückgreifen können.

Werden Sie aktiv

Beziehungen brauchen Engagement. Und Sie brauchen Beziehungen zu den Medien. Warten Sie nicht darauf, dass die Redakteure von sich aus auf Sie zukommen, sondern machen Sie den ersten Schritt. Mit der Vielzahl an möglichen Inhalten haben Sie einen Vorteil gegenüber vielen anderen Branchen, die viel weniger interessant sind. Legen Sie die Scheu ab. Ein Redakteur macht auch nur seine Arbeit und wird Sie nicht zurückweisen, wenn Sie ihm entsprechend begegnen. Dass es hier und da nicht schaden kann, der Zeitung auch einmal durch eine Anzeigenschaltung guten Willen zu beweisen, heisst nicht, dass Sie redaktionelle Beiträge kaufen müssen. Henning Vetter