Mehr Bewegung ins Leben bringen

(Foto: proxomed)

Erfolgreiche spezifische Unterstützung von Patienten mit metabolischem Syndrom durch Corpura

Eine vom SFGV initiierte Studie zeigt auf, dass durch Training und Betreuung im Rahmen des Corpura-Programms eine signifikante Verbesserung der untersuchten Parameter möglich ist. Weiter lassen sich positive Trainingseffekte sowie eine deutlich verbesserte physische und psychische Verfassung der Patienten feststellen.

Die Entwicklung in den Wohlstandsländern ist dramatisch: Eine hohe Verbreitung von Fehlernährung und Bequemlichkeit in Kombination mit körperlicher Inaktivität führt nachgewiesenermassen zu multiplen Stoffwechselstörungen. Übergewicht und metabolisches Syndrom mit den Folgeerscheinungen wie Diabetes oder Erkrankungen von Herz und Gefässsystem nehmen zu. Nahezu ein Drittel der Schweizer Bevölkerung leidet an Übergewicht (BMI zwischen 25 und 30), etwa 10% sogar an Adipositas (BMI > 30). Als Hauptursache dieser Zunahme von Übergewicht und metabolischem Syndrom wird das gestörte Gleichgewicht von Energiezufuhr und Energieverbrauch angesehen – eine zu kalorien- und fettreiche Ernährung, welche einer stark reduzierten körperlichen Aktivität gegenübersteht. Vom metabolischen Syndrom spricht man dann, wenn der Bauchumfang 94 cm bei Männern, respektive 80 cm bei Frauen übersteigt und noch zwei weitere von vier Kennzeichen in kritischen Bereichen liegen. So beispielsweise Blutdruck und Cholesterin. Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass selbst durch eine moderate körperliche Aktivität die Sterblichkeit sinkt.

Corpura reduziert gesundheitliches Risko
Das von Ärzten und dem Schweizerischen Fitness- und Gesundheitscenter Verband (SFCV) entwickelte und lizenzierte Programm Corpura®MetaSyn bietet eine deutliche Reduktion der gesundheitlichen Risiken. Zudem verspricht es ein besseres Lebensgefühl durch ein Bewegungsprogramm, das Spass macht, es gibt Hinweise zu sinnvoller Ernährung und bietet Möglichkeiten des Erfahrungsaustauschs in Gruppen sowie ärztliche Kontrollen.
Zunächst aber ist mit Hilfe des Hausarztes ein Risikoprofilbogen auszufüllen, der als Grundlage für das sechswöchige Einstiegsprogramm im Corpura-Gesundheitszentrum dient. Dort erhalten die Teilnehmer dann eine Betreuung, die auf ihre Bedürfnisse eingeht und sie zu regelmässiger, kontrollierter Bewegung sowie ausgewogener Ernährung anleitet.

Die Studienergebnisse
Um die positiven Effekte des Corpura-Programmes zu bestätigen, liess der SFCV in Zusammenarbeit mit dem Diabetes-Team der Bayer Health Care eine wissenschaftliche Studie unter der Leitung von PD Dr. med. Roger Lehmann, Klinik für Endokrinologie und Diabetes am Universitätsspital Zürich durchführen. Erste Zwischenergebnisse wurden bereits in der Januar Ausgabe der body LIFE Swiss veröffentlicht. In der Testphase wurden 21 Patienten vor dem Eintritt in das Programm und nach einer sechswöchigen Betreuungs- und Trainingsphase untersucht. Alle Patienten litten an Übergewicht bzw. Adipositas (BMI ≥ 30). Innerhalb der Testdauer konnte eine signifikante Verbesserung der untersuchten Parameter wie Bauchumfang, BMI und Körperfettanteil erreicht werden. Auch ein Trainingseffekt war feststellbar: Bei gleicher Belastung war die Herzfrequenz nach sechs Wochen signifikant niedriger. Blutdruck und Glucosewerte zeigten eine Tendenz zur Verbesserung. Mittels Fragebögen konnte eine deutlich verbesserte physische und psychische Verfassung der Patienten ermittelt werden.

Fazit
Die Studie zeigt somit, dass das Corpura-Programm eine effektive Therapiemassnahme ist, um übergewichtige bzw. adipöse Patienten mit metabolischem Syndrom sowohl zu körperlicher Aktivität als auch zur Umstellung der Ernährungsgewohnheiten anzuleiten. Die detaillierte Studie können Mitglieder des SFCV bei i.berger(at)sfcv(dot)ch anfordern.